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Flavonoide


von Thomas Klein



Flavonoide sind ein Geschenk der Pflanzen. Sie gehören zur Gruppe der Polyphenole. Ihre chemische Struktur ist überaus vielfältig. Über 6000 Flavonoide sind mittlerweile bekannt, ständig werden neue Verbindungen identifiziert, analysiert und beschrieben.

 



Mehr zu Flavonoiden in diesem Buch:

Thomas Klein
Raimund von Helden

Osteoporose

als Folge fehlerhafter Ernährung und Lebensweise

Über die Irrtümer der Osteoporose-Medizin
und die Kunst, gesund zu bleiben

Vitamin C, D, E, K1 und K2 , Magnesium,
Spurenelemente, Antioxidantien, Säure-Basen-Haushalt,
die Gefahr der Kalzium- und Phosphatüberlastung,
die richtigen Grundnährstoffe,
Bewegung, Sport und Krafttraining


















 

 

Vorkommen

Enthalten sind Flavonoide vor allem in Obst und Gemüse. Sie verleihen ihnen ihre charakteristische Färbung: rot, blau, gelb oder violett. Doch auch Karotinoide tragen zur Färbung bei. Je stärker die Färbung, desto höher ist der Gehalt an farbgebenden Flavonoiden. Bei Salat, Spinat und Grünkohl überdeckt das grüne Chlorophyll die Färbung durch Flavonoide. Manche Flavonoide sind allerdings farblos. Deshalb können auch blasse Früchte und Gemüse reich an Flavonoiden sein: Zwiebeln, das Fruchtfleisch von Äpfeln und weißen Pfirsichen. Die höchste Konzentration findet sich meist in den Schalen der Früchte.

Reichlich Flavonoide gib es in Brombeeren, Himbeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren (Blaubeeren), schwarzen Johannisbeeren, Stachelbeeren, Aroniabeeren, schwarzen und violettfarbenen Maulbeeren, blauen Weintrauben, Pflaumen, Kirschen (besonders mit dunklem Fruchtfleisch) und Orangen (besonders Blutorangen). Auch viele Gemüse und Salate sind reich an Flavonoiden, zum Beispiel Auberginen (Eierfrüchte), Gemüsepaprika und Zwiebeln. – Blütenfarbstoffe bestehen ebenfalls zu einem Großteil aus Flavonoiden.

 

Versorgung

Gut versorgt mit Flavonoiden sind wir bei reichlichem Verzehr von Obst und Gemüse. Da viele Flavonoide hitzeempfindlich sind, empfiehlt sich ein hoher Rohkostanteil. Beim Garen von Gemüse ist das schonende Dämpfen zu bevorzugen, damit möglichst wenig Flavonoide zerstört werden.

Bei Verzehr von Obst und Gemüse wird allerdings meist nur ein kleiner Teil der zugeführten Flavonoide aufgenommen und der Serumspiegel ist in der Regel nach 18 bis 24 Stunden wieder auf den Ausgangswert abgefallen. Flavonoide werden also kaum gespeichert und bald über die Nieren, über Galle und Darm ausgeschieden. Deshalb ist möglichst mit jeder Mahlzeit der Flavonoid-Spiegel anzuheben: mit Obst, Salat oder Gemüse.

 

Wirkung

Flavonoide wirken antioxidativ und sie unterdrücken schwache Entzündungen. Aufgrund dieser Eigenschaften tragen sie zu einer besseren Gesundheit und verlangsamten Alterung bei.

Flavonoide sind wirksam bei der Verhütung von Krebserkrankungen, von Arteriosklerose (vaskuläre Demenz, Herz- und Kreislauferkrankungen, Herzschwäche, Hirn- und Herzinfarkt) sowie von neurodegenerativen Erkrankungen (z. B. Alzheimer-Demenz, Parkinson, Multiple Sklerose). Flavonoide helfen auch gegen alle degenerativen Erkrankungen, die durch oxidativen Streß und chronische unterschwellige Entzündungen gefördert werden, zum Beispiel gegen Arthritis und Osteoporose.