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Mit Flavonoiden gegen Osteoporose



Mit Flavonoiden gegen Osteoporose


von Thomas Klein

 

Mehr dazu in diesem Buch:

Thomas Klein
Raimund von Helden

Osteoporose

als Folge fehlerhafter Ernährung und Lebensweise

Über die Irrtümer der Osteoporose-Medizin
und die Kunst, gesund zu bleiben

Vitamin C, D, E, K1 und K2 , Magnesium,
Spurenelemente, Antioxidantien, Säure-Basen-Haushalt,
die Gefahr der Kalzium- und Phosphatüberlastung,
die richtigen Grundnährstoffe,
Bewegung, Sport und Krafttraining


















 

Verhütung von Osteoporose mit Flavonoiden

Flavonoide unterdrücken über den NF-κB-Signalweg die Bildung entzündungsfördernder Zytokine, die in den Knochen die Entwicklung und Vermehrung der Osteoklasten anregen. Dadurch verhindern Flavonoide einen übermäßig schnellen Knochenabbau. – Flavonoide wirken zudem als Antioxidantien und stimulieren dadurch den Aufbau neuer Knochenmasse.

Das Flavonol Quercetin, das in Äpfeln und Zwiebeln vorkommt, hemmt bereits in niedriger (nanomolarer) Konzentration die Bildung und Reifung der Osteoklasten, wodurch Knochenmasse langsamer abgebaut wird. Zurückzuführen ist dieser Effekt vor allem auf einen geringeren oxidativen Streß sowie auf die verminderte Konzentration von TNF-α. Auch wird die Bildung von RANKL-Signalproteinen gehemmt, so daß weniger Osteoklasten heranreifen. Bei der Untersuchung von Zellkulturen mit Quercetin und Rutin wurde zudem die Bildung der Osteoblasten gefördert, was einen positiven Effekt auf den Knochenaufbau vermuten läßt.

Andere Flavonoide haben ähnliche Effekte, so Naringin in Zitrusfrüchten, Resveratrol in blauen Weintrauben. – Blaue Weintrauben enthalten fünf- bis zehnmal soviel Resveratrol wie Rotwein. Allerdings ist es in der äußeren Haut der Weinbeeren konzentriert und dadurch weniger gut verfügbar, so daß etwa 250 bis 500 Gramm blaue Weinbeeren die gleiche Menge an Resveratrol liefern wie ein Glas Rotwein (125 ml).

Ebenso hemmt Hesperidin Knochenschwund, es findet sich in Zitrusfrüchten, vor allem in den festen Bestandteilen der Frucht. Orangensaft enthält kaum Hesperidin, weil dieses beim Auspressen im Trester zurückbleibt. Auch aus diesem Grunde ist es ratsam, stets die ganzen Früchte zu essen, zumal beim Saftkonsum der Zucker etwa zehnmal schneller aufgenommen wird als beim Verzehr einer gleichen Menge Früchte.

Das Polyphenol Phlorizin in Apfelschalen verhindert Knochenschwund und chronische Entzündungen bei Ratten mit Östrogenmangel. Auch in Avocados und Oliven sind Polyphenole enthalten.

Ebenso hat Luteolin einen positiven Effekt auf die Knochen. Es kommt in Petersilie und anderen Kräutern vor, in Orangen, Möhren, Sellerie und Oliven.

Auch Bevölkerungsstudien bestätigen die Auffassung, wonach Flavonoide zu höherer Knochenmasse verhelfen, den Knochenabbau hemmen und zur Verhütung von Osteoporose beitragen. Die regelmäßige Zufuhr von Flavonoiden scheint ein wesentlicher Faktor dafür zu sein.