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Multiple Sklerose


Vitamin-D- und Sonnenmangel erhöhen das Risiko für Multiple Sklerose
 


William Grant: Häufigkeit von Multipler Sklerose in den USA in Abhängig vom geographischen Breitengrad  

Die Häufigkeit von MS nimmt zum Norden hin zu. Je weniger Sonnenlicht, desto mehr MS-Erkrankungen.


Hayes, Cantorna, DeLuca:  Vitamin D and Multiple Sclerosis.  
Proceedings of the Society for Experimental Biology and Medicine 1997; 216: 21-27.

Die Wahrscheinlichkeit an MS zu erkranken, ist für Frauen mit einem hohen Vitamin-D-Blutgehalt niedriger, verglichen mit Frauen, die sehr geringe Vitamin-D-Werte haben.
 


Kimball, Ursell, O'Connor, Vieth:  Safety of vitamin D3 in adults with multiple sclerosis. Am. J. Clin. Nutr. 2007; 86(3): 645-651.

An der Universitätsklinik in Toronto (Kanada) hatte man 12 Patienten mit einem aktiven MS-Schub über 28 Wochen mit einer steigenden Dosis Vitamin D behandelt. Die  tägliche Zufuhr lag zwischen 4.000 und 40.000 I.E. an Vitamin D. Während dieser komplikationslosen und beschwerdefreien Behandlung stieg der Vitamin-D-Spiegel im Blut und die Zahl der MS-Herde im Gehirn nahm in dieser Periode um die Hälfte ab.
 

 
Munger, Levin, Hollis, Howard, Ascherio:  Serum 25-Hydroxyvitamin D Levels and Risk of Multiple Sclerosis.   JAMA 2006; 296: 2832-2838.

Diese Studie zeigt einen Zusammenhang eines hohen Vitamin-D-Spiegels mit der geringen Wahrscheinlichkeit, an MS zu erkranken.


Nieves, Cosman, Herbert, Shen, Lindsay:
High prevalence of vitamin D deficiency and reduced bone mass in multiple sclerosis. 
Neurology 1994 Sep; 44(9): 1687-1692.

Das Anheben des Vitamin-D-Spiegels hat einen positiven Effekt auf die Knochendichte bei MS-Patientinnen. Die Knochendichte weiblicher MS-Patienten ist reduziert und sie haben evtl ein doppeltes bis dreifaches Frakturrisiko.
 


Raghuwanshi, Joshi, Christakos:  Vitamin D and multiple sclerosis 
J Cell Biochem 2008; 105: 338-343.

Eine ausreichende Vitamin-D-Blutkonzentration scheint die Neigung zu unkontrollierten Prozessen in den Zellen einzudämmen und verringert das Risiko, an Brust- oder Prostatakrebs zu erkranken.

Führende Vitamin-D-Experten sehen Vitamin-D-Blutwerte zwischen 30 und 60 ng/ml als optimal an, Werte dauerhaft unter 20 ng/ml führen zu Gesundheitsrisiken und stellen einen Vitamin-D-Mangel dar, Werte dauerhaft unter 10 ng/ ml bedeuten für Kleinkinder und Säuglinge eine ernste Rachitisgefahr.

Cantorna:  Vitamin D and multiple sclerosis: an update  
NutritionReviews 2008; 66: 135-138.

Durch Vitamin D wird offenbar die Bildung von Myelin in Nervenfortsätzen aktiviert und entzündungshemmende Effekte eingeleitet.
 


Islam, Gauderman, Cozen, Mack:  Childhood sun exposure influences risk of multiple sclerosis in monozygotic twins.  
Neurology 2007 July24; 69(4): 381-388.

Der Sonnenmangel in der frühen Kindheit führt später als Erwachsener erhöht zur Diagnose von MS.


van der Mei, Ponsonby, Dwyer, Blizzard, Taylor, Kilpatrick, Butzkueven, McMichael: 
Vitamin D levels in people with multiple sclerosis and community controls in Tasmania, Australia.  
Journal of Neurology
2007 May; 254(5): 581-590.

Diese Studie beschreibt den Zusammenhang zwischen Sonnenmangel, geringem Vitamin-D-Status und der Verschlechterung der MS-Erkrankung.
 


Kampman, Wilsgaard, Mellgren: 
Outdoor activities and diet in childhood and adolescence relate to MS risk above the Arctic Circle.  
Journal of Neurology 2007; 254(4): 471-477.

Wenn Kinder sich regelmäßig im Freien aufhalten, dann führt das zu einer geringeren Wahrscheinlichkeit, daß sie später als Erwachsene an MS erkranken.


Smolders, Damoiseaux, Menheere, Hupperts: 
Vitamin D as an immune modulator in multiple sclerosis, a review.
Journal of Neuroimmunology 2008 Feb; 194(1-2): 7-17.

Es besteht ein Zusammenhang zwischen geographischer Breite, Sonnenlicht, Vitamin D und Immunreaktionen.
 


Niino, Fukazawa, Kikuch, Sasaki: 
Therapeutic potential of vitamin D for multiple sclerosis.   
Current Medicinal Chemistry 2008; 15(5): 499-505.

Vitamin D könnte therapeutisch wirken.


Deluca, Cantorna:
Vitamin D: its role and uses in immunology  
The FASEB Journal 2001; 15: 2579-2585

Es wird offensichtlich, daß Vitamin D die Fähigkeit besitzt, MS zu unterdrücken oder vorzubeugen.
 


Hathcock, Shao, Vieth, Heaney:
Risk assessment for vitamin D. 
American Journal of Clinical Nutrition 2007 Jan; 85(1): 6-18

Diese Unteruchung zeigt, daß auch 10.000 IE Vitamin D täglich über einen längeren Zeitraum eingenommen, nicht zu Komplikationen führen.


Marshall:
Vitamin D discovery outpaces FDA decision making.
Bioessays 2008 Feb; 30(2): 173-182.

Dieser Artikel diskutiert die Möglichkeit, daß der allgemeine Zusatz von Vitamin D in Nahrungsmitteln zu einer Störung des Immunsystems und dies evtl. zur Entstehung von chronischen Erkrankungen führen könne.
 


Cutolo, Otsa:
Review: Vitamin D, immunity and lupus
Lupus 2008; 17, 6—10.

Patienten, die an Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose, Rheumatische Arthritis oder Lupus erythematodes leiden, haben einen niedrigen Vitamin-D-Spiegel im Blut.
 


Acheson, Bachrach:
The distribution of multiple sclerosis in U. S. veterans by birthplace 
American Journal of Epidemiology 1960; 72 (1), 88-99.
 
Kurtzke:  On the fine structure of the distribution of multiple sclerosis.
Acta Neurologica Scandinavica, 1967; 43(3): 257–282.

Beide Studien (kostenpflichtig) diskutieren den Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Multipler Sklerose und den Breitengraden mit geringer Sonnenscheindauer.
 


Agranoff, Goldberg:
Diet and the Geographical Distribution of Multiple Sclerosis
The Lancet 1974; 2(7888): 1061-1076.

Geringe Sonneneinstrahlung aufgrund des nördlichen Breitengrades führen zu einem Vitamin-D-Mangel, der als ursächliche Komponente für die MS-Erkrankung  anzusehen ist. Der gesamte Text in Englisch ist hier einsehbar.