Flavonoide in Pflaumen

 

Die einzigartige Wirkung von Pflaumen auf die Knochen

 

Ausführlich dazu:

 

Pflaumen verfügen über die Eigenschaft, den Knochenabbau zu hemmen und den Knochenaufbau in starkem Maße zu fördern. Diese Eigenschaft läßt sich allerdings nicht allein mit dem Gehalt an Antioxidantien und Flavonoiden erklären.

Schauen wir uns einige Studien an: Bei Rattenmännchen, denen die Hoden entfernt wurden, entwickelt sich Osteoporose aufgrund von Testosteron-Mangel. Bei den Tieren der Versuchsgruppe konnte trotz Hodenamputation Osteoporose vermieden werden, wenn diese mit getrockneten Pflaumen gefüttert wurden. Bei Ratten mit Osteopenie (mäßig verminderte Knochenmasse) konnte mit getrockneten Pflaumen sogar ein Zuwachs an Knochenmasse erzielt werden.

Ausgewachsene Mäuse verlieren im Laufe ihres Lebens etwa 20 bis 30 Prozent ihrer Knochenmasse. Bei alten Tieren, die zu einem Viertel mit Pflaumen gefüttert wurden, konnte hingegen das Knochenvolumen um 40 bis 50 Prozent gesteigert werden. Pflaumen fördern somit in sensationeller Weise den Aufbau neuer Knochensubstanz und verhelfen zur Regeneration osteoporotisch geschädigter Knochen.

Rattenweibchen, bei denen durch Entfernung der Eierstöcke ein starker Östrogenmangel erzeugt wurde, sind anfällig für Osteoporose. Wurden diesen Tieren getrocknete Pflaumen zum Futter zugegeben, wurde der Knochenschwund zum Großteil vermieden, der bei den Tieren der Kontrollgruppe zu verzeichnen war. Bei anderen getrockneten Früchten (Apfel, Aprikose, Rosinen, Mango) war zwar ebenfalls ein positiver Effekt auf die Knochenmasse zu verzeichnen, dieser fiel aber geringer aus (zum Teil nicht signifikant). Die Knochen der mit Pflaumen gefütterten Tiere zeigten sogar höhere Festigkeitseigenschaften als die jener Tiere, denen keine Eierstöcke entfernt wurden. Der Verzehr von Pflaumen fördert also in einzigartiger Weise den Knochenaufbau, verhilft zu einer höheren Knochenmasse und besserer Knochenqualität. Dies ist auch deshalb bemerkenswert, weil die Tiere im Experiment nur über acht Wochen mit getrockneten Pflaumen gefüttert wurden. Die Glutathion-Peroxidase-Aktivität war gleichfalls deutlich erhöht, obwohl in dieser Hinsicht die Tiere mit Mango im Futter die besten Werte erreichten. Die Bildung von Osteoklasten war am stärksten unterdrückt bei den Tieren, die Pflaumen und Äpfel erhielten, was zu einem langsameren Knochenabbau führte. Spitzenwerte bei der Aktivität der Osteoblasten waren ebenfalls bei Pflaumen und Äpfeln zu verzeichnen. Ähnliche Ergebnisse wurden bei einer anderen Studie mit Mäusen erzielt.

Die Ergebnisse dieser Tierversuche wurden auch am Menschen bestätigt. Bei Frauen nach den Wechseljahren wurden mit täglich 100 Gramm getrockneter Pflaumen ein positiver Effekt auf die Knochen erzielt, mit getrockneten Äpfeln hingegen nicht.

In einer Übersichtsarbeit heißt es, „die jüngsten Untersuchungen legen nahe, daß getrocknete Pflaumen als wirksamste Frucht anzusehen sind, um Knochenschwund aufzuhalten und sogar umzukehren“. Gäbe es Osteoporose-Medikamente, die so wirksam wären wie Pflaumen, dann würde nichts anderes mehr verordnet. Doch mit dem Verkauf von Pflaumen erzielen die Pharmakonzerne keine Profite; also erfährt niemand etwas von den sensationellen Effekten.

Getrocknete Pflaumen haben einen Nachteil: Sie verursachen bei häufigem Verzehr Karies wegen ihres hohen Zuckergehaltes und ihrer Klebrigkeit. Zumindest sind getrocknete Pflaumen vor dem Verzehr einzuweichen, damit sie weniger kleben. – Frische Pflaumen sind vorzuziehen. Sie wirken kaum kariesfördernd, weil sie nicht an den Zähnen kleben, wie das bei Trockenfrüchten der Fall ist.

Am besten ist die altbekannte deutsche Hauspflaume mit ihrem Aroma, voll sonnengereift vom Baum geschüttelt. Täglich eine Pflaumenmahlzeit hilft, den Knochenaufbau in starkem Maße zu fördern und einen übermäßig schnellen Knochenabbau zu bremsen. Leider sind frische Pflaumen nur zur Erntezeit verfügbar.

 

Ausführlich dazu in dem Buch Osteoporose als Folge fehlerhafter Ernährung und Lebensweise: