Vorsicht Fruchtsaft!

 

Obst ist eine gute Quelle für Vitamine, Mineralstoffe und Radikalfänger (Antioxidantien). Doch Obst enthält auch viel Zucker in Form von Glukose und Fruktose (Traubenzucker und Fruchtzucker). Die Aufnahme des Zuckers wird durch Faserstoffe verzögert, wodurch der Körper mehr Zeit zur Verwertung des Zuckers hat.

Anders sieht die Sache bei Fruchtsäften aus. Die Faserstoffe fehlen im Saft und der Zucker wird schnell aufgenommen. Der Blutzuckerspiegel (Glukose-Spiegel) steigt schnell an, weitaus schneller, als dies beim Verzehr einer vergleichbaren Menge an Früchten der Fall ist. – In einer Studie wurde bei Fruchtsaft eine elfmal schnellere Zuckeraufnahme ermittelt (Dean Ornish: Reversing Heart Disease. New York 1996. S. 269).

Je mehr Fruchtsaft getrunken wird, desto schlimmer ist der Zuckerschock. Der Glukose-Spiegel im Blut steigt schlagartig an, verursacht eine extreme Überzuckerung und provoziert eine starke Insulin-Ausschüttung, wodurch der Glukose-Spiegel schließlich wieder schnell abfällt und womöglich eine Unterzuckerung verursacht.

Phasen der Überzuckerung beschleunigen die Alterung der Gewebe. Dabei hat Fruktose eine noch schädlichere Wirkung als ein überhöhter Glukose-Spiegel im Blut (mehr dazu in dem Buch Osteoporose als Folge fehlerhafter Ernährung).

 

Bei Durst darf kein Fruchtsaft getrunken werden. Bei Wassermangel ist nur Wasser zuzuführen, ohne zugleich den Organismus mit Zucker zu überlasten, wie das bei Fruchtsaft der Fall ist. Am besten wird reines Wasser getrunken (mehr dazu in dem Buch Wasser für unsere Gesundheit).